Akute Erkrankung ändert das Leben:
Wir alle denken ja, daß alles so weitergeht wie bisher.
Diesem Denken setzt eine akute Erkrankung schnell ein Ende.

Da gibt es viele unbekannte:
Übelkeit und Erbrechen wegen eines einfachen Magen- Darm- Infektes? Oder doch ein Darmverschluß oder einen Krebs?
Schmerzen in der Brust. Verdreht oder ein Herzinfarkt?
Taubheit im Arm. Die Halswirbelsäule oder ein Schlaganfall?

Husten. Eine Bronchitis, eine Lungenentzündung, eine Tuberkulose oder ein Lungenkrebs?

Jede akute Erkrankung beginnt mit vielen unbekannten. Auch eine Erkältung beginnt mit den gleichen Symptomen wie Ebola.

Das Symptom Angst ist in jedem Falle dabei.
Was sollte getan werden?
Schnelle Diagnostik, die die Sorgen auf ein realistisches Maß bringt.
Therapietreue sichern, weil sonst ein schlechterer Verlauf droht.
Das Verhalten modifizieren, falls irgend möglich:
Dieses Mal hat es durch das Rauchen „nur“ eine Lungenentzündung gegeben.
Bitte nicht mehr rauchen, sonst schaut es beim nächsten Mal sehr viel schlechter aus, die Lunge hat schon zuviel wegstecken müssen.

Kein Arzt muß Druck ausüben. Der Patient hat seine Gesundheitsdaten und Gesundheitsrisiken mitgeteilt bekommen und muß entscheiden. Es ist unsere Sache, daß es uns lieber ist, ihn beim nächsten Mal mit einer Bronchitis zu sehen, denn beim Krebs könnten wir dann nicht mehr wirklich gut helfen.

Akute Erkrankung ist aber oft genug ein Segen:
Da arbeitet jemand schon viel zu lange und viel zu schwer. Er bekommt Husten und Fieber. Zum Glück, er muß eine Auszeit nehmen, seinem Körper gutes tun, seine Situation reflektieren.
Ein „weiter so“ wäre der Weg in den Abgrund, die Krankheit ändert das weitere Schicksal.