Bluthochdruck: Zu dick, zu viel Streß, zu viel Salz, zu wenig Bewegung und Entspannung und Freizeit? Dann wissen Sie, warum Sie betroffen sind.
Medikamente können die Risiken erheblich mindern.
Verminderte Risikofaktoren (Gewicht, Streß, Salz) sind aber soweit möglich vorzuziehen.
Franklin D. Roosevelt starb 1945 am unkontrollierbaren Bluthochdruck.
Was gibt es heute für Medikamente?
1.: ß-Blocker. Vermindern Blutdruckanstiege bei Streß und Belastung. Auch Sex ist für den Blutdruck eine Bleastung, da wird leider auch „geblockt“.
2.: Diuretika: Mehr Wasserausscheidung senkt den Blutdruck. Aber es erhöht auch die Harnsäure, wirkt auch sonst nicht stoffwechselfördernd. Bessere Blutdruckwerte, ohne verminderte Risiken.
3. Calcium-Antagonisten: Machen leicht Unterschenkelschwellungen, helfen aber dem Herzen, auch den Gelenken.
4. ACE-Hemmer: Machen des öfteren Reizhusten, aber entlasten das Herz und senken effektiv den Blutdruck.
ATII Rezeptorantagonisten haben diesen Effekt nicht mehr, werden in aller Regel als nebenwirkungsfrei wahrgenommen.
5. Moxonidin: Wenn von einem Medikament als Tageshöchstdosis weit unter 1 mg eingesetzt wird und wirksam ist, dann wirkt es sehr spezifisch. Es wirkt im Kopf. Mögliche Nebenwirkung: Mundtrockenheit, zu Behandlungsbeginn beruhigende Wirkung.
6. Alpha-Blocker: Eher besser für die Prostata als für den Blutdruck. Bei Frauen ist oft Harninkontinenz eine unerwünschte Folge.
7. Reserpin: Ein pflanzlicher Wirkstoff aus der indischen Schlangenwurzel. Hilft bei Psychosen, begünstigt aber das Auftreten von Depressionen.
Eher als Psychopharmakon denn zur Blutdrucksenkung geeignet. Für beide Indikationen jetzt eher ungebräuchlich.
8. T-Kanal Calciumantagonisten. Der Vollständigkeit halber hier aufgeführt. Diese Medikamente waren extrem gut wirksam und wurden subjektiv sehr gut vertragen. Die Kombination mit ß-Blockern konnte problematisch sein, aber auch die Kombination mit einigen Fettsenkern. Deshalb vom Markt verschwunden. Medizinische Gründe oder Wirtschaftskrieg USA gegen Schweiz?