Risiko Rauchen:
Bis vor etwa 20 Jahren waren bei jeder Feier etwa die Hälfte der Anwesenden Raucher.
Die Nichtraucher litten unter der „dicken Luft“ und erfreuten sich der Stimmung, die v.a. durch die Raucher gut war.
So beklagten sich 1995 Nichtraucher im Sanatorium über die schlechte Luft im Raucher-Aufenthaltsraum. Die folgende Frage war, warum sie denn als Nichtraucher nicht im Nichtraucher-Aufenthaltsraum waren. Die Antwort ist recht charakteristisch: „Da ist ja nie etwas los“.

Vorteile durch das Rauchen gibt es, diese Vorteile sind unmittelbar:
1. Ein angenehmes warmes Gefühl im Mund und in der Luftröhre
2. Ein Gefühl der Entspannung trotz voller geistiger Präsenz.

Nachteile des Rauchens kommen erst später:
1. Der Raucherhusten
2. Häufigere Atemwegsinfekte
3. Die Wahrnehmung einer körperlichen Abhängigkeit
Viel zu spät erst kommen die folgenden Schäden:
Diagnose von Gefäßschäden, COPD, Krebs.

Zu keiner Zeit war es so leicht, von den Zigaretten wegzukommen. Es gibt viele Wege:
1. Elektrisches Rauchen bzw. „Dampfen“. Kein Verzicht auf Nikotin, aber keine im Rauch vorhandenen Krebs- und Gefäßgifte. Der Raucherhusten klingt rasch ab, das Gewicht bleibt im wesentlichen konstant. Falls keine Gefäßkrämpfe durch Nikotin bestehen, ist dies ein gangbarer Weg. Aber, Sie sollten sich nicht irren: das Nikotin flutet nicht so rasch an und im Tabakrauch ist mehr als ein suchterzeugender Stoff!
2. Das Nikotinspray. Kein unbedingt sinnliches Erlebnis, aber mit einem Druck das ganze Nikotin einer Zigarette. Kommt den meisten Nutzern irgendwann schwachsinnig vor und steigert so die Motivation aufzuhören.
3. Nikotinpflaster: Hautreizungen, kein Kick, zusätzliche Nikotinzufuhr risikoträchtig. Motivationsstärkung?
4. Nikotinkaugummi: Schmeckt ekelig, mir wäre der harte Nikotinentzug lieber. Kaum Förderung der Motivation, da Kaugummi=Zigarette.
5. Champix: Die Zufuhr eines nikotinähnlichen Arzneistoffes, eine Zeit lang mit weiterem Rauchen. Danach noch eine Weile Champix pur. Kann eine gute Motivation stützen.
Außer für schwangere Frauen (und in Sonderfällen) ist Nikotinverzicht nicht zwingend zur Schadensabwehr erforderlich. In der Schwangerschaft schädigt Nikotin selbst das werdende Leben, führt zu untergewichtigen Neugeborenen und dicken Erwachsenen.
Wer in der Kälte rasch schmerzende und weiße Finger bekommt, bei dem besteht eine sogenannte „Raynaud-Symptomatik“, diese Symptomatik wird durch Gefäßkrämpfe verursacht. Nikotin begünstigt solche Krämpfe. Im schlimmsten Falle kann dies zum Herzinfarkt führen.
In einem solchen Falle: Kein Rauchen mehr, aber auch kein Nikotin in irgendeiner anderen Form!